Sicher betäubt: Moderne Anästhesie widerlegt viele Vorurteile

Ein aufklärendes Gespräch nimmt die Angst.

„Wie hätten Sie es denn gern, mit ein wenig Lachgas oder doch lieber Kokain?“. Die Geschichte der Anästhesie ist reizvoll für Komödianten. Heute mutet das Kokain ebenso anachronistisch an, wie die in vielen Western-Klassikern Hollywoods zu Filmruhm gelangte Whiskeyflasche, die gereicht wurde, wenn es ans Operieren ging. Die moderne Anästhesie ist vielmehr eine präzise Methode, um den Schmerz bei einem operativen Eingriff auszuschalten.

Dennoch muss der Fachbereich gerade in der Zahnmedizin mit vielen Vorurteilen kämpfen. „In der Grauzone zwischen dem mulmigen Gefühl vieler Menschen vor einem Zahnarztbesuch oder einer ausgewiesene Zahnbehandlungsangst schwingen häufig diverse Befürchtungen über die Spritze oder die Betäubung mit“, kommentiert Dr. Hoffmann, proDente-Experte.

Hohe Sicherheit wissenschaftlich belegt

Dabei weist z.B. die zahnärztliche Lokalanästhesie heute eine sehr hohe therapeutische Sicherheit auf. Auf der Jahrestagung der in Deutschland maßgeblichen zahnmedizinischen Wissenschaftsgesellschaft „Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) wurde 2003 eine Untersuchung über die Nebenwirkungen eines bestimmten Präparates veröffentlicht. Demnach wurden über einen Zeitraum von über 25 Jahren (1975-2000) insgesamt 3.335 Nebenwirkungen nach 775 Millionen Injektionen gemeldet.

Nur 357 davon wurden als schwerwiegend eingestuft. Wissenschaftlich belegt sind demnach 0,77 schwerwiegende Ereignisse bei einer Millionen Injektionen.

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